Hilfe zur Bewältigung von Traumata

Ob ein Ereignis tatsächlich im Sinne einer Traumatisierung erlebt wird, hängt auch vom Erleben der Person und den genauen Umständen des Erlebten ab. In jedem Fall hinterlässt ein Trauma tiefe Spuren, die sich nachteilig auf Körper und Seele auswirken. Eine therapeutische Hilfe ist dringend empfohlen.

Das Trauma kann eine seelische oder auch physische Verletzung sein. Das seelische Trauma entsteht durch eine psychische Ausnahmesituation (Psychotrauma) oder überwältigende Ereignisse, wie eine Gewalttat, Krieg oder Katastrophe. Solche Ereignisse können aber auch im Alltag stattfinden, wie z.B. bei Sportunfällen oder Unfällen im Straßenverkehr. Generell liegt eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit des Betroffenen oder einer nahestehenden Person zugrunde.

Posttraumatische Belastungsstörung

Verschiedene epidemiologischen Studien zeigen, dass Frauen ein etwa doppelt so hohes Risiko haben, nach einem bedrohlichen Ereignis eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu entwickeln. Gefährdet sind ebenfalls Menschen, die vor einem traumatischen Ereignis bereits psychisch erkrankt waren oder andere Traumata erlebt haben. Auch sensible Entwicklungsphasen (wie Kindheit oder Pubertät) bergen ein erhöhtes Risiko für Belastungsstörungen.

Sie können ein Trauma daran erkennen, dass immer wieder Erinnerungen an das Erlebte aufkommen. Die Auslöser können z.B. Gerüche, Geräusche, Situationen oder eine ähnliche Umgebung sein. Diese Art von "Erinnerung" nennt man Flashbacks. Das als besonders schlimme Ereignis wird dadurch wieder und wieder erlebt und gefühlt. Am häufigsten treten diese Erinnerungen als Alpträume auf. Um diese Traumata loszu werden flüchten sich viele Menschen in Drogen oder Alkohol. Es scheint als würde man unter Dauerstress stehen. Der Puls rast, es kommt zu Schweißausbrüchen und schrecklicher Angst.

Meine Hilfe zur Bewältigung von Traumata und Posttraumatischen Belastungsstörungen

Auch hier gibt es unterschiedliche Ansätze um Traumata aufzulösen. Als Trauma Therapeutin nutze ich gerne die EMDR Methode. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung bedeutet. Dr. Francine Shapiro (USA) entwickelte diese Psychotherapieform zur Behandlung von Traumafolgestörungen Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. EMDR stößt den Selbstheilungsprozess an und ist dadurch wirkungsvoller als eine reine Gesprächstherapie und wirkt sogar besser als eine Hypnose Therapie.

Durch das Anstoßen des Selbstheilungsprozesses löst sich der Stress und es kommt zu einer psychischen Neuverarbeitung von Erinnerungen. Dies passiert häufig im Unterbewusstsein ohne direktes zutun. Diese Methode kann auch sehr gut bei Phobien und Panikattacken eingesetzt werden. Bei psychosomatischen Erscheinungen hilft EMDR sich die Ursache ins Bewusstsein zu holen, um sie dann mit gezielten Fragen aufzulösen.

Wie Augen und Gehirn verknüpft sind

Sie können sich selbst vom Zusammenhang zwischen Augenbewegungen und Gehirnaktivitäten überzeugen, indem Sie folgende Übung ausprobieren: Erinnern Sie sich daran, was Sie gestern Mittag gegessen haben. Ihre Augen wandern dabei normalerweise (bei Rechtshändern) nach links. Wenn Sie dann versuchen, sich Ihr Traumhaus vorzustellen, werden die Augen wahrscheinlich nach rechts wandern, weil diese Richtung mit dem "Erfinden" zu tun hat.

Denken Sie einmal an dass, was Sie gestern zu Mittag gegessen haben – wenn Sie Rechtshänder sind, wandern Ihre Augen normalerweise nach links und wenn Sie sich in der Phantasie Ihr Traumhaus ausmalen werden Ihre Augen vermutlich nach rechts wandern, weil diese Richtung etwas mit Vorstellen / Phantasie zu tun hat.

So hat man herausgefunden, dass die Links-Rechts-Bewegung beim EMDR anscheinend neue Lösungen für unschöne Erinnerungen erlaubt. D.h. alte Stressreaktionen werden neu bearbeitet und den heutigen Ressourcen angepasst. So ähnlich passiert es im Traum in der REM-Phase. Durch die schnellen Augenbewegungen wird die Verarbeitung von Erlebtem in Gang gesetz.


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